Hier steht, wonach du zwischen November und Februar noch suchen kannst: ein paar grüne Kräuter und Pilze an totem Holz, wie du zwei immergrüne Nadelbäume unterscheidest, dazu ein Hinweis zu Hagebutten und Schlehen. Vogelmiere findet man das ganze Jahr, außer unter Schnee, nach starkem Frost oder bei großer Trockenheit. Der Gemeine Samtfußrübling fruchtet den Winter hindurch. Außerdem nennen wir die Merkmale, mit denen du Doppelgänger ausschließt.
Die Vogelmiere (Stellaria media) wächst offenbar bevorzugt in lichtem Wald, aber auch in Gärten, Parks, auf Brachflächen und an Feldrändern. Ihr wichtigstes Merkmal ist der Stängel: Auf einer Seite läuft eine einzelne Linie feiner Härchen entlang. Die kleinen weißen Blüten haben fünf Blütenblätter, die so tief gespalten sind, dass es wie zehn aussieht.
Das Behaarte Schaumkraut (Cardamine hirsuta) ist das ganze Jahr über zu finden und in Großbritannien sehr häufig. Du findest es auf offenem Boden, in lückigem Rasen, in Ritzen von Wegen und auf Mauern. Seine kleinen, rundlichen Fiederblättchen sitzen paarweise gegenüber am Blattstiel, am Ende steht ein einzelnes, meist größeres Endblättchen.
Die Gauchheil- und Gilbweiderich-Arten, die Wild Food UK nennt, sehen der Vogelmiere sehr ähnlich. Ihre Blüten sind gelb, rot, blau oder rosa. Keine dieser Arten hat weiße Blüten wie die Vogelmiere. Keine hat die Haarlinie am Stängel, die die Vogelmiere kennzeichnet.
Wild Food UK nennt außerdem Wolfsmilch (Euphorbia) als Doppelgänger, den man meiden sollte. Prüfe die Haarlinie und die weißen, tief gespaltenen Blütenblätter an jeder Pflanze, die du pflückst, nicht nur an der ersten, und lass jede Pflanze mit farbigen Blüten oder kahlem Stängel stehen.
Die Früchte der Hundsrose (Rosa canina) reifen etwa im September und Oktober. Sie trägt rote, ovale Hagebutten von 15 bis 20 mm in kleinen Büscheln. Jede Hagebutte enthält viele behaarte Samen. Such die Hundsrose in Hecken, an Waldrändern und im Gebüsch.
Die Schlehe oder der Schwarzdorn (Prunus spinosa) ist im Winter an den schwarzen, dornigen Zweigen mit Blattknospen entlang der Dornen zu erkennen. Ihre Früchte, die Schlehen, sind purpurn, und Vögel fressen sie im Herbst.
Der Woodland Trust rät, beim Schlehenpflücken dicke Handschuhe zu tragen.
Die Waldkiefer (Pinus sylvestris) behält ihre immergrünen Nadeln das ganze Jahr. Die Nadeln sind blaugrün, leicht gedreht und wachsen paarweise an kurzen Seitentrieben.
Auch die Eibe (Taxus baccata) behält ihre immergrünen Nadeln das ganze Jahr. Ihre Nadeln stehen in zwei Reihen am Zweig, und jede hat auf der Unterseite eine erhabene Mittelrippe. Oben sind sie dunkelgrün, unten graugrün. Eiben können als Hecke gepflanzt werden und stehen häufig auf Friedhöfen.
Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) enthalten Nadeln und zerbissene Samen der Eibe Taxine. Nach dem Zerbeißen von Nadeln oder Samen können Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, weite Pupillen, Herzrhythmusstörungen und Bewusstseinsstörungen auftreten.
Verlass dich beim Unterscheiden nie auf ein einzelnes passendes Merkmal.
Der Gemeine Samtfußrübling (Flammulina velutipes) fruchtet vom Herbst durch den Winter bis ins zeitige Frühjahr und ist in Großbritannien und Irland recht häufig. Er wächst an Stümpfen und Stämmen toter Laubbäume, besonders an Buche. Die orangen Hüte sind zur Mitte hin meist dunkler und bei Nässe schleimig. Der Stiel ist zäh und fein samtig, meist oben hell und zur Basis hin oft braun. Das Sporenpulver ist weiß.
Der Austernseitling (Pleurotus ostreatus) fruchtet in Großbritannien und Irland im Sommer, Herbst und Frühwinter. In Teilen Südeuropas ist er manchmal bis in den Januar oder Februar zu finden. Er wächst an absterbenden oder toten stehenden Laubbäumen, vor allem an Buchen und Eichen. Der Stiel ist kurz oder fehlt und trägt keinen Ring. Das Sporenpulver ist weiß oder, häufiger, blass lilagrau.
Das Judasohr (Auricularia auricula-judae) ist das ganze Jahr zu sehen. Es wächst vor allem an totem, morschem Holunderholz. Der gelappte Fruchtkörper ist außen braun mit violettem Ton und von feinem, gräulichem Flaum bedeckt.
Der Gifthäubling (Galerina marginata) wächst an Stümpfen, toten Stämmen und herabgefallenen Ästen von Nadelbäumen und manchmal von Laubbäumen. First Nature gibt als Saison Sommer und Herbst an. Am Stiel sitzt ein zarter, heller Ring, der im Alter verschwinden kann. Sein Sporenpulver ist tabakbraun.
Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) führt Gifthäublinge beim Amatoxin-Syndrom, in derselben Gruppe wie den Grünen Knollenblätterpilz. Typisch sind heftige Brechdurchfälle, danach eine scheinbare Besserung, während die Leberschädigung beginnt, bis hin zu Leberzerfall, Störungen der Blutgerinnung und Nierenversagen. Die Beschwerden beginnen meist 8 bis 12 Stunden nach der Mahlzeit, die Spanne reicht von 4 bis 36 Stunden.
Der Grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) fruchtet in Großbritannien das ganze Jahr, am häufigsten von Juni bis November. Er wächst an Stümpfen, gefällten Stämmen und anderem Totholz von Laubbäumen, seltener von Nadelbäumen. Seine Lamellen sind zuerst schwefelgelb, werden dann olivgrün und mit reifenden Sporen schwärzlich. Sein Sporenpulver ist purpurbraun.
Die DGfM führt den Grünblättrigen Schwefelkopf beim gastrointestinalen Syndrom. Für dieses Syndrom nennt sie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall mit einer Latenzzeit von 15 Minuten bis 4 Stunden. Die DGfM betont, dass eine kurze Latenzzeit eine schwere Vergiftung durch Arten mit langer Latenz nicht ausschließt.
Mach einen Sporenabdruck, aber nutze die Farbe nur als eine Prüfung unter mehreren, nie als einzige, und bewahre den ganzen Fruchtkörper samt Stielbasis auf. In Deutschland findest du geprüfte Pilzsachverständige in deiner Nähe auf der Karte der DGfM.
Hol sofort medizinischen Rat, wenn du eine Vergiftung vermutest. Beschwerden können erst nach einigen Stunden oder Tagen beginnen, warte also nicht darauf.
Das BVL listet die Giftnotrufzentralen in Deutschland und Österreich, zum Beispiel den Giftnotruf Berlin unter 030 192 40. In Österreich erreichst du die Vergiftungsinformationszentrale unter +43 140 643 43. In der Schweiz betreibt Tox Info Suisse die Notrufnummer 145. In Großbritannien rät der NHS, 999 zu rufen oder in die Notaufnahme zu gehen, wenn jemand etwas Schädliches geschluckt haben könnte. Ist unklar, ob etwas schädlich ist, gilt NHS 111. In den USA erreichst du die Giftnotrufzentrale unter 1 800 222 1222. Bricht die Person zusammen, krampft, hat Atemnot oder ist nicht wach zu bekommen, rät Poison Control, 911 zu rufen.
Welche Arten in deiner Region gerade Saison haben, zeigen dir der Saison-Finder und der Sammelkalender für Dezember, beide unten verlinkt.
Sehen der Vogelmiere sehr ähnlich. Blüten gelb, rot, blau oder rosa, nie weiß wie bei der Vogelmiere. Keine Haarlinie am Stängel.
Pflück nie ein Pilzbüschel vom Baumstumpf nur nach Farbe und Standort. Mach einen Sporenabdruck, bewahre den ganzen Fruchtkörper mit Stielbasis auf und lass jeden Fund von einer oder einem Pilzsachverständigen prüfen. Im Zweifel stehen lassen.
Vogelmiere findet man das ganze Jahr, außer unter Schnee, nach starkem Frost oder bei großer Trockenheit. Behaartes Schaumkraut ist ebenfalls das ganze Jahr zu finden. Der Gemeine Samtfußrübling fruchtet den Winter hindurch. Die Vogelmiere hat Doppelgänger, die du ausschließen musst.
Ja. Der Gemeine Samtfußrübling fruchtet vom Herbst durch den Winter bis ins zeitige Frühjahr. Das Judasohr ist das ganze Jahr zu sehen. Auch der Grünblättrige Schwefelkopf fruchtet in Großbritannien ganzjährig, und die DGfM führt ihn beim gastrointestinalen Syndrom.
Die Nadeln der Waldkiefer wachsen paarweise an kurzen Seitentrieben. Eibennadeln stehen in zwei Reihen am Zweig und haben unten eine erhabene Mittelrippe. Nadeln und zerbissene Samen der Eibe enthalten Taxine.
Das Judasohr wächst vor allem an totem, morschem Holunderholz. Es ist das ganze Jahr zu sehen.
Sofort medizinischen Rat holen; Beschwerden können erst nach Stunden oder Tagen beginnen. Die Giftnotrufzentralen für Deutschland und Österreich listet das BVL, in Österreich gilt +43 140 643 43, in der Schweiz 145. In Großbritannien 999 oder die Notaufnahme, in den USA 1 800 222 1222.
Alle Angaben ohne Gewähr. Dieser Text dient der Orientierung zu Saison und Standort, er ist keine Bestimmungshilfe und sagt nicht, ob eine konkrete Pflanze oder ein konkreter Pilz essbar ist. Viele Arten haben giftige, manche tödliche Doppelgänger. Iss oder verwende nichts, was nicht von Fachleuten wie Pilzsachverständigen sicher bestimmt wurde. Für Schäden aus der Nutzung dieser Informationen übernehmen wir keine Haftung. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort den Giftnotruf oder den Notruf 112 anrufen. Beachte Naturschutzrecht und Eigentumsrechte.